Twittern für die Recherche, für die Pflege des Kontaktnetzes, für die Auseinandersetzung mit Social Media? Genau das sollten Journalisten tun, sagen twitternde Experten.

Twitter

Was sie verschweigen: Wie soll man die Flut des Geplappers in den Griff bekommen? 

Anita Zielina hat sich im «Standard» der Frage angenommen, «wieso Journalisten Twitter nutzen sollten». Sie meint, «zumindest versuchen sollten sie es». Bisher sei das Thema vor allem mit Blick auf die Schranken der Twitternutzung behandelt worden. Zum Beispiel, wie die Verlage, behörden und andere Unternehmen ihren Beschäftigten Grenzen und Vorgaben setzen, etwa in Form von Social Media Guidelines. Die formellen Abgrenzungen und Anweisungen, wie mit dem «neuen Ding» umzugehen sei, haben die Frage überlagert, was Medienschaffende durch Twitter lernen können. Wie verändert sich unser Arbeitsfluss, wie die Recherchemethoden? Was «bringt» Twitter der Redaktion, und was hat das Medium und die Leserschaft davon?

Die Autorin, selbst seit knapp einem Jahr am zwitschern, hat drei gute Gründe gefunden, warum man Twitter als Werkzeug nicht ignorieren sollte.

  • «Twitter als weiterer Verbreitungskanal. Eigene Artikel, Meinungen, Einschätzungen können verbreitet werden, und das Feedback darauf ist unmittelbar und sehr zeitnah. Das ist nicht nur interessant, sondern wirkt sich auch positiv auf den Bekanntheitsgrad aus (den eigenen und den des Mediums).
  • Twitter als Recherchetool. Zugegeben, es dauert einige Zeit, bis man seine Timeline mit den Menschen bestückt hat, die die eigenen Interessen bestmöglich abbilden. Wenn das aber passiert ist, dann dient Twitter als eine Art personalisierter Newsfeed, als ein weiterer Weg, auf dem Infos ihren Weg zu mir finden (neben Telefon, Email, persönlichen Kontakten, Pressekonferenzen, etc). Und sie finden diesen Weg oft schneller als bisher.
  • Twitter als Kontaktepool. Im besten Fall werden aus virtuellen Kontakten – zumindest manchmal – persönliche. Aber auch das virtuelle «Sich Kennen» verändert schon viel: Kaum eine Frage, die man seinen Followern stellt, die nicht irgend jemand beantworten kann – oder an jemanden weiterleitet, der dann die Antwort kennt. Eine Art Mini-Crowdsourcing-Projekt auf persönlicher Basis, sozusagen.»

Die Analyse und weitere Quellen zum Thema:

http://derstandard.at/1269448912473/NetzWerk-Blog-Wieso-Journalisten-Twitter-nutzen-sollten

http://medialdigital.de/2010/03/23/twitter-fur-medienunternehmen-social-media-forum-2010/

http://www.digitalpublic.de/25-social-media-guidelines

http://bernetblog.ch/2010/02/24/social-media-unterstuetzt-die-recherche/

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