Rund 80 Schweizer Journalisten starten gemeinsam Journal21.ch. Und lösen damit einige positive Reaktionen aus.
Journal 21

NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler wünscht den Kollegen viel Glück und Erfolg:

Hier versammeln sich verdiente Journalisten, unter ihnen viele Vertreter der «goldenen» Generation, die in ihrem Berufsleben letztlich nur eine Richtung gekannt hat: aufwärts. Es ist die erste Generation, die – dank dem Internet – mit relativ geringem Aufwand aus finanziell gesicherter Lage heraus autonom ein eigenes Medienorgan aufbauen kann. Hauptberufliche Redaktoren, die weiter im Strudel der Medienrevolution stecken, mag die Initiative auch etwas irritieren. Aber dennoch gilt: Neue Angebote bereichern den Markt, erhöhen die Vielfalt.

Glanz und Elend im Journalismus (nzz.ch, ras.)

Andreas Von Gunten begrüsst die Initiative vorbehaltslos und freut sich darüber:

Ich bin sicher, die Journal21.ch Autoren werden schnell lernen, und dadurch auch bald einmal erkennen, dass viele ihrer bisherigen Urteile über das Internet zu revidieren sind, dass zum Beispiel die Geschichte mit der „Gratiskultur“, wie sie derzeit allgemein konstruiert wird, so nicht stimmt.

Journal21.ch – Ein neuer Stern am Blogger- äh Medienhimmel? (andreasvongunten.com)

Hans-Dieter Zimmermann vermisst noch einiges, ist aber dem Vorhaben gegenüber ebenfalls wohlwollend eingestellt:

Wettbewerb, Meinungs- und Informationsvielfalt, das sind hehre und idealistische Ziele, die man nur unterstützen kann.
Verweise und Verlinkungen machen das Web aus, sie sucht man bisher aber vergebens in den Beiträgen auf Journal21.

Journal 21 – die Rettung des Qualitätsjournalismus? (blog.hdzimmermann.net)

Mark Balsiger findet das Projekt „löblich“, warnt aber auch vor Problemen, die sich ergeben könnten.

Die Medienschaffenden und emeritierten Professoren bei “Journal21″ arbeiten allesamt ehrenamtlich. Nur dank diesem Grundsatz dürfte ihre Internetzeitung überhaupt Projektreife erlangt haben. Gleichzeitig ist die Ehrenamtlichkeit gefährlich: Was, wenn die Lust auf ein dauerhaftes Mitwirken verloren geht? Das Phänomen kennen wir aus den Vereinen und Bürgerbewegungen: Wenige machen fast alles, das Gros hingegen ist passiv.

“Journal 21″: Das jüngste Schweizer Medienkind wird von Pensionären gemacht (wahlkampfblog.ch, Mark Balsiger)

Medien.ch findet vor allem den Umgang mit dem Copyright vorbildlich:

“Alle Artikel und Beiträge von “Journal 21″ können mit Quellenangabe (”Journal 21″ und Name der Autoren) kostenfrei abgedruckt werden.” [siehe auch hier]

„Der Start ist auf jeden Fall gelungen“ (medien.ch)