Junge Schweizer Journalisten und Journalistinnen wollen sich organisieren. Die Website jungejournalisten.ch könnte ein Anfang sein.

Junge Journalisten

Junge Journalisten haben es nicht leicht heutzutage. Jene Plätze im Journalismus, die eine herausfordernde journalistische Arbeit und viel Geld versprechen, sind alle besetzt. Und wenn mal einer frei wird, dann stehen Leute dafür bereit, die schon Jahre, manchmal Jahrzehnte darauf warten.

Jobs gibt es zwar schon, in der Online-Sparte beispielsweise. Die haben allerdings oft mehr mit Inhaltsmanagement als mit Journalismus zu tun. Wer von einem gut bezahlten, soliden 9-to-5-Job ohne Wochenendschichten träumt, darf weiter träumen.

Was liegt also näher, sich zu organisieren und so an Schlagkraft zu gewinnen, um besser mit den eigenen Problemen und Herausforderungen umgehen zu können, vielleicht auch gemeinsam originelle Lösungen dafür zu finden?

Auf der von Konrad Weber initiierten Website jungejournalisten.ch gibt es bisher noch nicht viel mehr als den Aufruf an junge Branchenmitglieder, sich besser zu vernetzen. Ich habe mich als 36-jähriger „Jungjournalist“ eben gemeldet – in der Hoffnung, dass die Toleranzgrenze nach oben etwas durchlässig ist. In den FAQs heisst es:

Wir freuen uns über jeden spannenden Input, der das Projekt weiterbringt. Trotzdem sprechen wir in erster Linie 18- bis 30-jährige (angehende) Journalistinnen und Journalisten an.

In Deutschland ist die Lage der Jungjournalisten übrigens ebenso vertrackt, wie dieser offene Brief von Nachwuchsjournalisten an die deutschen Zeitungsverleger bezeugt.

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