An die 500 Medienschaffende und Kommunikationsfachleute nahmen am Dienstag am diesjährigen Communication Summit 2012 teil. Gastredner Roger de Weck und eine hochkarätige Expertenrunde diskutierten die Zukunft des «Service Public im digitalen Zeitalter». 

Der Wandel beim Medienkonsum des Publikums und die rasch fortschreitende Konvergenz der Inhalte stellen die gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anbieter und die privaten Verlage vor grosse Herausforderungen. SRG-Generaldirektor de Weck verteidigte in seinem engagierten Referat die Position des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

In der anschliessenden Diskussion, an welcher AZ-Medien-Chef Christoph Bauer, der PR-Berater und Social-Media-Experte Marcel Bernet, die preisgekrönte Bloggerin Michèle Binswanger von Tamedia-Newsnet und der Medienrechtler Philip Kübler teilnahmen, drehte sich alles um die Zukunft der neuen Medien. Bauer wies darauf hin, dass die Zeitungswerbung am Schwinden sei, dies im Gegensatz zur TV-Werbung.

In einem Punkt war sich die Gesprächsrunde, die von SF-Moderator Reto Lipp moderiert wurde, einig: Die Medienlandschaft werde sich auch in den nächsten Jahren weiter verändern; offen sei nur, in welche Richtung.

Hinsichtlich des Konflikts mit den Verlegern um den Ausbau der Online-Präsenz der SRG, zeigte sich de Weck zuversichtlich, dass in dieser Frage ein gut-schweizerischer Kompromiss gefunden werde. Der Journalist in Management-Funktion wies darauf hin, dass die SRG ohne eine kommerzielle Online-Präsenz langfristig gegen die internationale Konkurrenz kaum eine Überlebenschance habe. Gleichzeitig betonte er, dass er sich über die regionale Fernsehkonkurrenz der AZ-Medien, welche unlängst TeleZüri, Radio 24 und TeleBärn gekauft haben, sehr freue.

Der vom Zürcher Presseverein (ZPV) und von der Zürcher Public Relation Gesellschaft (ZPRG) gemeinsam organisierte Communication Summit findet seit Jahren im grössten Hörsaal der ETH Zürich, dem Auditorium Maximum, statt. Erstmals durften die beiden Verbände ein restlos ausverkauftes Haus vermelden. In einem Grusswort wies ETH-Rektorin Heidi Wunderli-Allenspach auf Parallelen zwischen Medien und  Wissenschaftsinstitutionen hin. Beide böten  «Service Public» an. Sie wünschte sich eine engere Verbindung zwischen SRG und ETH.

ZPV und ZPRG zeigten sich angesichts des regen Zuspruchs zufrieden mit dem Inhalt und der Ausgestaltung des Grossanlasses. Der Communication Summit 2013 findet im kommenden Februar statt.

Berichte und Fotos folgen, die Twitter-Timeline zum #comsum12 findet sich hier:  http://twitter.com/#!/search/%23comsum12

Auf Storify haben wir eine Auswahl von Tweets zum Anlass zusammengestellt: