Communication Summit 2016

Am 2. Februar fand im Audimax der ETH Zürich die jährliche Communication Summit 2016 statt. Konnte das Thema «Junge Wilde: Visionen und Realitäten» eingelöst werden?

Was begeistert die Jungen heute noch am Journalismus? Weshalb wählen sie heute noch den Weg in diesen von Krisen gebeutelten Beruf? Luzia Tschirky, die Jungjournalistin auf dem Podium, hat vor der Veranstaltung eine Umfrage unter den sogenannt jungen Wilden gemacht. Hier sind die Stichworte:

Doch vor dem Podium mit den PR-Leuten Nik Schwab und Clarissa Haller und den Journalisten Luzia Tschirky und Rainer Stadler hielt der Ringier-Publizist Frank A. Meyer eine Rede. Zum Thema des Abends hatte er im Grossen und Ganzen wenig zu sagen. Doch er beschwor im aktuellen politischen Klima die «Kultur der Fragen» als Grundlage für die Demokratie herauf, die gegen eine «Kultur der Antworten» von Populisten antreten muss. Spannend, auch wenn nicht jung und wild.

Das Podium blieb danach weniger substanziell. Die Jungen müssen unten durch, werden an ihren Visionen gehindert. Ob nun der ökonomische oder der hierarchische Druck nun Schuld sei, blieb allerdings unbeantwortet.

Erkenntnisse blieben also zum Grossteil aus. Stadler meinte, ihm käme es natürlich drauf an, was am Ende des Monats auf dem Konto ist, und es deshalb richtig sei, zuerst bei den Freien zu sparen. Es zeigt sich die klare Status-Erhaltung Alteingesessener, die symptomatisch für den fehlenden Innovationswille in der Schweizer Medienlandschaft steht, den gerade die jungen Wilden mitprägen können sollten.

Janosch Tröhler
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