Zu Besuch im neuen Google-Büro in der Sihlpost

Am 12. Juni folgte eine ganze Schar der Einladung des ZPV: 70 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit und schauten hinter die Kulissen des neuen Google-Büros in der Sihlpost.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg, zumindest sagen dies die Zahlen. Die Resonanz auf die Einladung des Zürcher Pressevereins war riesig. Am Ende besuchten 70 Personen die Google-Büros in der Sihlpost, die Anfang 2017 eröffnet wurden. Und es waren nicht einmal alle Angemeldeten dabei, denn auf der Warteliste standen weitere 40 Interessenten.

Soweit zur Statistik. Der Einblick in die Büros selbst blieb dann relativ unspektakulär: In der Sihlpost findet sich keine Rutschbahn oder Feuerwehrstange wie am Standort im Hürlimann-Areal. Enttäuschend für das Kind in uns. Doch der kleine Blick hinter die Kulissen irritierte doch die eine oder andere strebsame Schweizer Arbeitsseele: Der Internet-Gigant aus dem Silicon Valley bietet kostenlose Mahlzeiten – vom Frühstück bis Abendessen. Angegliedert an das Personalrestaurant ist auch eine separate Küche, in der die Mitarbeitenden gratis Kochkurse besuchen können. Auch die Chillout-Zone mit Sofas, Sessel, Töggeli-Kasten, Billiard-Tisch und zahlreichen Brettspielen ist etwas, das nicht unbedingt der Schweizer Arbeitsmoral entspricht.

Bild: Felix Aeberli

Samuel Leiser, PR-Mann von Google Schweiz, führte durch die Räumlichkeiten und erläuterte auch das 20-Prozent-Konzept wieder einmal: Einen Tag lang können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an eigenen Projekten tüfteln. So entstanden etwa Google Street View oder Gmail. Die Freiheit, die Google biete, treibe die Innovation der eigenen Produkte an, liess Leiser durchblicken. Nun, davon könnten sich Schweizer Arbeitgeber durchaus eine Scheibe abschneiden.

Natürlich hatte Leiser keine einfache Aufgabe, wenn er vor den siebzig zumeist Medienschaffenden stand. Da kamen auch kritische Fragen von Datenschutz bis zum Urheberrecht bei Google News. Mal konnte sich Leiser da besser erklären, dann und wann flüchtete er sich – erwartbar – in altbekannte Floskeln.

Zum Abschluss hielt Leiser eine kleine Präsentation über die Geschichte von Google und dem Standort Zürich. Erstaunlich, dass das Unternehmen bereits 2004 mit zwei Mitarbeitern in der Limmatstadt vertreten war. Bald arbeiten rund 2000 Mitarbeitende aus 75 Nationen hierzulande für Google.

Danach offerierte Google nicht nur ihre Cardboards, mit denen sich Virtual Reality und 360-Grad-Videos erleben lassen, sondern auch einen kleinen Apéro.

Bild: Felix Aeberli
Janosch Tröhler
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