Jobsuche
Qualifizierte Arbeit im Journalismus ist gesucht, entsprechend gross das Interesse an offenen Stellen. Auf manche Ausschreibung melden sich bis zu 1000 Interessierte. Doch wer gute Arbeit leistet, wird fündig, zum Beispiel hier:

Stellen bei RingierStellen bei der sda

Stellen bei der Tamedia AG

Stellen im Schweizer Fernsehen

Stellen im Radio DRS

Stellen im tv-productionscenter tpc Zürich

Medienjobs offene Stellen in der Schweizer Medien- und Kommunikationsbranche

Beschäftigungsprogramm für Medienschaffende

Aus- und Weiterbildungen im Kommunikationsbereich

Kurse, Seminare und Lehrgänge im Kommunikationsbereich

Jobsuchmaschinen

JOBengine – Careerjet – Jobsearch – Job-Suchmaschine

Anstellungsbedingungen
Der Gesamtarbeitsvertrag GAV 2000 ist vom Verlegerverband Schweizer Presse per 31. Juli 2004 gekündigt worden.
Für Arbeitnehmer/innen mit davor datiertem Arbeitsvertrag (die keine Änderungskündigung unterschrieben haben) gelten nach wie vor die GAV-2000-Bestimmungen – selbst wenn ihre Zeitung mittlerweile aus dem Arbeitgeberverband Schweizer Presse ausgetreten ist. Für alle anderen Medienschaffenden – und das gilt besonders für die, welche eine neue Stelle antreten – heisst das: selbst verhandeln. Beim Anstellungsgespräch muss also nicht nur der Lohn, sondern auch Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen ein Thema sein.

Unsere Tipps:
Sich vor dem Lohngespräch bei Impressum, dem Zürcher Presseverein sowie Kollegen/innen, die bereits im Haus arbeiten, erkundigen, welche Jahreslöhne üblich sind. Sich seines Werts bewusst sein und 6000 Franken mehr fordern als man tatsächlich will. Damit hat man Verhandlungsspielraum und kann Zugeständnisse machen. Sich vor dem Zustimmen über die Fringe Benefits orientieren lassen. Falls die nicht einige Goodies enthalten, beim Lohn hart bleiben.
Falls man mit dem Lohn nicht ganz durchdringt, bei den fixen Spesen mehr herausholen (aber Achtung: sie müssen in vernünftigem Rahmen sein, sonst wertet sie die Steuerbehörden als Lohnbestandteil). Sich Sozialleistungen und Pensionskasse ganz genau erklären lassen. Auf unscheinbare Leistungsminderung achten (z.B. nur 80% statt 100% Lohnfortzahlung im Krankheitsfall) und diese monieren.
Noch vor den Lohnverhandlungen Informationen (wie die „GAV-Vorteile-Broschüre“) bei Impressum bestellen und in den Verhandlungen auf diesen Punkten beharren. Im schnell ändernden Medienbusiness macht sich etwa eine längere Kündigungsfrist im Einstellungsfall sehr bezahlt. Argumente wie «Wir haben ein Lohnreglement, ich kann nichts machen» oder «Unsere Arbeitsverträge müssen homogen sein» zur Kenntnis nehmen, aber charmant auf einer Ausnahme in Ihrem Fall bestehen. Sich getrauen, die Verhandlungen über die Anstellungsbedingungen auch einmal abzubrechen oder zu unterbrechen – wenn Sie schon so weit vorgedrungen sind, will der Arbeitgeber sie ohnehin und wertet ihre Hartnäckigkeit als gutes Zeichen für Ihre Recherchequalitäten. Und last, but not least: Bei Impressum können Sie sich vor den Verhandlungen beraten lassen. www.impressum.ch,  Tel: 026 347 15 00.

Urheberrecht
Wer einen Gebrauchsgegenstand herstellt und verkauft, ist damit in der Regel für seinen Aufwand entschädigt.
Nicht so ein Autor oder eine Fotografin.  Dank moderner Technik (vom Zeitungsdruck bis zum Internet) können neben den Erstnutzern noch Millionen anderer Menschen das Werk eines Medienschaffenden konsumieren. Dafür steht dem Urheber oder der Urheberin dieses Werkes jedes einzelne Mal eine Entschädigung zu. Denn der Wert des Textes oder des Fotos liegt nicht im Zeitungspapier, sondern ist ein geistiger. Das Urheberrecht schützt dieses geistige Eigentum und dessen Verwertung. Das Urheberrecht an einem Werk gehört dessen Schöpfer allein. Er bestimmt, was mit dem Werk geschieht und kann einzelne Nutzungsrechte abtreten.
Ist das Nutzungsrecht zwischen einem Verlag und dem Zeitungsautor nicht vertraglich geregelt, so veräussert der Autor gegen seinen Lohn normalerweise das Recht für einmaliges Abdrucken. Das Urheberrecht bleibt bei ihm, die Zeitung hat lediglich das einmalige Nutzungsrecht erworben. Bei Pressefotografen verhält es sich ähnlich, allerdings nicht immer (wenn ein Foto kein künstlerisch eigenständiges Werk ist). Was nach dem Erstabdruck mit dem Text/Foto geschieht – also ins Internet stellen, auf CD herausgeben, Zweitverwertung, Veräusserung an andere Verlage – bestimmt der oder die Urheber/in. Jede weitere Nutzung muss von ihm/ihr bewilligt werden. Dafür kann er/sie auch eine Entschädigung verlangen. Das Urheberrecht schützt den Urheber und später seine Erben bis 70 Jahre nach dessen Tod.
Da wir Urheber aber unmöglich alle unsere Rechte selbst überwachen und einfordern können – etwa die Repografieentschädigung, wenn unsere Texte fotokopiert werden –, sind so genannte Verwertungsgesellschaften entstanden. Viele Mitglieder des ZPV sind deshalb auch Mitglied bei der Verwertungsgesellschaft Pro Litteris (www.prolitteris.ch), weitere Organisationen sind Suisa, SSA, Suissimage und Swissperform.
Verlage versuchen immer wieder, dass Journalisten ihnen Nutzungsrechte pauschal und unbeschränkt abtreten. Vor der Entscheidung darauf einzugehen oder nicht, wenden sich ZPV-Mitglieder mit Vorteil an die professionelle Rechtsabteilung unseres Dachverbandes Impressum (026 347 15 00).

Tipps

  • Wer ein Text/Foto an ein Medium liefert, sollte auf dem Lieferschein/Rechnung stets vermerken, dass das Werk zur einmaligem Veröffentlichung im belieferten Medium bestimmt ist.
  • Das Urheberrecht ist persönlich, kein Werk darf ungefragt ohne Namensnennung oder gar unter fremden Namen veröffentlicht werden.
  • Ist nichts vermerkt, erwirbt ein Printmedium nicht gleichzeitig das Recht für eine Internet- und Multimedianutzung. Darüber muss separat verhandelt werden.
  • Wird eine Verletzung des Urheberrechts festgestellt, etwa eine nicht autorisierte Online- oder Mehrfachnutzung, so kann vom entsprechenden Unternehmen eine Entschädigung eingefordert werden. Der Rechtsdienst von Impressum berät dazu.

Der ZPV und Impressum arbeiten auf politischer Ebene und im direkten Kontakt zu den Medienhäusern an fairen Lösungen für beide Seiten. Pro Litteris wirkt stark auf politischer Ebene für die Rechte von uns Schöpferinnen und Schöpfern geistigen Eigentums.