Getwittert, aber nicht zu Ende gelesen

Die Auswertungen von Klickstatistiken zeigen, dass viele angeklickte Artikel nie zu Ende respektive überhaupt gar nicht gelesen werden.

Bild: Slide Chartbeat / Slate
Bild: Slide Chartbeat / Slate

Statistiken sind manchmal grausam, wie der Einstieg in den Artikel „You Won’t Finish This Article“ (slate.com, Farhad Manjoo, englisch) zeigt:

I’m going to keep this brief, because you’re not going to stick around for long. I’ve already lost a bunch of you. For every 161 people who landed on this page, about 61 of you — 38 percent — are already gone. You “bounced” in Web traffic jargon, meaning you spent no time “engaging” with this page at all.

So now there are 100 of you left. Nice round number. But not for long! We’re at the point in the page where you have to scroll to see more. Of the 100 of you who didn’t bounce, five are never going to scroll. Bye!

OK, fine, good riddance. So we’re 95 now.

So verschwinden die Leser, die überhaupt jemals den Artikel angeklickt haben, nach und nach, je weiter es geht im Text. 5 Prozent der Slate.com-Leser, so ergab eine Auswertung von Chartbeat, öffnen zwar den Artikel, aber scrollen nicht. Sie sehen so nicht mehr als den Titel, den Einleitungssatz und einen Teil des Bildes.

Einen Text nicht wirklich gelesen zu haben, hält aber viele nicht davon ab, ihn in Sozialen Medien zu teilen – man weiss ja in etwa, worum es geht, wenn man den Titel gelesen, die Bilder gesehen und den Text überflogen hat:

There’s a very weak relationship between scroll depth and sharing. Both at Slate and across the Web, articles that get a lot of tweets don’t necessarily get read very deeply. Articles that get read deeply aren’t necessarily generating a lot of tweets.

(via @konradweber)